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Gemeindeverwaltung
Westerheim

Kirchenplatz 16
D-72589 Westerheim
Telefon: 0 73 33.96 66 -10
Telefax: 0 73 33.96 66 -20

info@westerheim.de

 

 


 

Partnergemeinde Westerheim im Allgäu

 


 

Geschichte

 

Das Wappen von WesterheimNach der Oberamtsbeschreibung von Geislingen soll das Wappen der Gemeinde Westerheim ein Schlüssel darstellen. Warum es gerade ein Schlüssel sein soll ist nicht belegt. Man sagt zwar, Westerheim sei der Schlüssel zum Geißentäle, aber diese Redewendung rechtfertigt keineswegs den Schlüssel im Ortswappen. Vielleicht hängt der Schlüssel auch mit der Wappenfigur zusammen. Man dachte bei der Wiedereinführung des Ortswappens daran, den Schlüssel ins Wappen zu nehmen. Da entdeckte der damalige Bürgermeister Seibold auf zwei alten Schriftstücken aus den Jahren 1800 und 1807 die alte Wappenfigur der Gemeinde Westerheim. Leider kann das Original dieser Wappenfigur nicht mehr eingesehen werden. Die Archivdirektion Stuttgart stellte dann fest: es handelt sich bei dieser Wappenfigur um das ursprüngliche Wappen von Westerheim. Das Wappensiegel trug folgende Inschrift: „GERICHTES INSIEGEL IN WESTERHEIM“!

 

Das Wappen in der Mitte des Siegels stellte nicht 2 gekreuzte Schlüssel dar, sondern sogenannte Doppelhaken. Diese Deutung lag im Sinn der damaligen Zeitströmung. Vielleicht war hier auch der Vater des Gedankens. Freilich lässt sich dies heute nicht mehr beweisen.

 

Die württembergische Archivdirektion schlug dann folgenden Entwurf vor, der auch zur Ausführung kam: In silbernem Felde sind zwei von vier roten Sternen bewinkelte, schräg gekreuzte Doppelhaken. Die alte Wappenfigur trug über dem Schild eine Adelskrone. Auf dem neuen Ortswappen wurde sie weggelassen. Den Entwurf des Wappenbildes stammt vom Graphiker Gustav Eyb aus Stuttgart.

 

Der Hersteller des Wappens deutet es folgendermaßen: Der Doppelhaken ist eine Sigrune oder Sonnenrune. Die Vereinigung zweier Sigrunen ist das Zeichen des Sonnensieges, des Sieges des Guten. Der sechsstrahlige Stern (im Ortswappen sind es vier) soll sich aus der Hagelrune, dem Hagelkorn und Schneekristall entwickelt haben. Also wäre das Ortswappen schon sehr alt, was jedoch keineswegs bewiesen ist.

 

 

 

 

Zeittafel

 

um 600

Dorfgründung Westerheims

861

erstmalige urkundliche Erwähnung Westerheims in dem Stiftungsbrief des Klosters Wiesensteig. Hier auch genannt als Westerhayn, Westinheim, Westirheim, Wösterheimb, Uuesterheimb, Westerhain und Vestheim bezeichnet samt Nennung der damals in Westerheim lebenden Untertanen Waltila mit Kindern, Wanpert mit Frau und Kindern, Giselmut mit Frau und Kindern, Wolfgang mit Frau und Kindern, Hilta mit Kindern.

 

Stiftungsbrief

 

 

Stiftungsbrief der Gemeinde Westerheim als PDF

1085

Kloster Blaubeuren erwirbt Besitzungen im heutigen Egelsee-Gebiet

um 1200

Ortsadel in Westerheim urkundlich erwähnt werden: Adelber de Westirheim, Waltherus de Westerheim, Ulricus de Westerheim

1309

Ulrich VIII von Helfenstein kauft Westerheim und Egelsee

1382

Die Wiesensteiger Herrschaft inklusive Westerheim wird an Ulm verpfändet

1405

Bau eines Sakramenthäuschens

1555 - 1567

Reformation in Westerheim

1627/29

Die Pest in Westerheim

1630

Westerheim brennt

1642

Westerheim wird bayrisch

1647

Westerheim wird geplündert und zum Teil niedergebrannt

um 1655

Wiederaufbau der Kirche 

1688

Westerheim brennt fast gänzlich ab

1695

Die Kirche erhält eine dritte Glocke, die Dreifaltigkeitsglocke

1706

Bau der Loretto-Kapelle

1717

Die Gemarkungsgrenze zwischen Feldstetten und dem Egelsee-Gebiet wird festgelegt

1723

Umbau des Kirchturmdaches: Aus dem Spitzdach wird ein Kuppeldach

1724

Weihe der Loretto-Kapelle – Sonnenmonstranz

1753

Eine Glocke für Loretto

1754

Anlegen von Saalbüchern für die Gemeinde und den Hl. Stephanus

So waren u.a. auch die Dienste, die ein Schulmeister zu verrichten hatte, klar und deutlich festgelegt: An allen Sonn- Fest-, Feier- und Wochentagen, an denen ein Gottesdienst gehalten wird, hat er den Herren Geistlichen aufzuwarten…

1785

erster Schulversuch schlug fehl, da die beiden Helfensteiner Schulinspektoren dem Lehrer Befehle gaben, ohne vorher die Pfarrei zu besuchen. Die Bauern wurden misstrauisch und zerrissen die eben erst angeschafften Schulbücher

1787/88

Neubau der St. Stephanus-Kirche

um 1800

Hof Heuberg wird erbaut

1803

Lorettokapelle wird Armenwohnung

St. Stephanus-Kirche wird geweiht

1804

Frühmesskaplanei wird aufgelöst

Schule im Kaplaneihaus (gegenüber dem heutigen Lamm)

1806

Westerheim gehört zum Königreich Württemberg

1810

Westerheim gehört zum Oberamt Münsingen

1818

Die Leibeigenschaft wird aufgehoben

1820

St. Stephanus-Kirche erhält eine Orgel

1822/23

Die Schertelshöhle wird entdeckt

1834

Hof Egelsee wird erbaut

1841

St. Stephanus-Kirche erhält eine neue große Glocke und ein neues Uhrwerk

1848

Der Friedhof wird von der Kirche in die Wiesensteiger Straße verlegt

um 1854

Auswanderungswelle nach Nordamerika

1863

Bau des ersten Schulhauses in der Wiesensteiger Straße. Heute stehen dort Apotheke und Sparkasse.

1872

Der Turmknopf der St. Stephanus-Kirche wird vergoldet

1876

Die Albwasserversorgung wird gebaut

1880

König Karl besucht Westerheim Anekdoten.

1881

Die Sellenberg-Kapelle wird gebaut. Eine Taschentuchweberei entsteht.

1882

Eine Milchsammelstelle und eine Molkerei werden errichtet Schneider Fischer wird 100 Jahre alt

1888

St. Stephanus-Kirche erhält zwei Seitenaltäre

1891

Westerheim erhält eine Postagentur

1892

Ein Webschulgebäude wird errichtet

Die erste Dampfdreschmaschine hält ihren Einzug

Hof Dornenbuch wird erbaut

Westerheim erhält Telefon- und Telegraphenanschluss

1896

Das Schulgeld wird abgeschafft

1902

Loretto wird wieder Kapelle

1903

Auf dem Sellenberg entsteht ein Kreuzweg

1904

Zum ersten Mal findet Turnunterricht in der Schule statt

1907

Die Strickwarenfabrik Haidle aus Neuffen richtet eine Filiale ein

1910

Ein Krankenpflegeverein wird gegründet

1911

Zwei Krankenschwestern vom Kloster Reute kommen nach Westerheim

1911/12

Westerheim erhält elektrischen Strom

1914

Das Schulhaus in der Schulstraße wird erbaut

1915

Im alten Schulhaus in der Wiesensteiger Straße entstehen Kindergartenräume

1921

Der Männerchor „Eintracht“ wird gegründet Eine weitere Kirchenglocke wird gekauft

1924

Die Stickerei Pfeifer wird gegründet

1925

Letztmalig wird ein Nachtwächter bestellt

1927

Eine Kraftpostverbindung (Postbus) zwischen Westerheim – Laichingen – Blaubeuren besteht

Der Kirchturm wird restauriert

Fahnenweihe des Männerchores Eintracht samt Sängerfest

1929

Die Bildstöckle auf dem Sellenberg erhalten neue Bilder

1930

Der Sportverein wird gegründet

1933

St. Stephanus wird innen restauriert

Der Schützenverein weiht sein Schießhaus ein

Aus der Pflichtfeuerwehr wird eine Freiwillige Feuerwehr

1935

Die Marienburg wird gebaut

1937

Auf Egelsee wird die Ägidiuskapelle errichtet

1938

St. Stephanus und der „Ölberg“ werden restauriert

Die Teppichweberei Maute lässt sich nieder Westerheim kommt zum Kreis Münsingen

1945

Westerheim wird am 21. April zu etwa 60% zerstört

1946

Westerheim gehört zur französischen Zone

Neugründung der Musikkapelle

1947

Pfarrer Bolsinger wird zum Ehrenbürger ernannt

1951

Die Lourdesgrotte wird gebaut

1952

Allgemeines Dorfrichtfest

1955

Die Fatimakapelle wird gebaut

1957

Back- und Waschhaus werden gebaut

1964

Die Schule wird um ein Gebäude erweitert

1966

Campingplatz und Feriendorf entstehen

1968

Das heutige Rathaus wird eingeweiht

1971

Erstmals werden Blumenteppiche zu Fronleichnam gelegt

1975

Das Hallenbad und die Christkönigskirche werden eingeweiht

1984

Die Alb-Halle wird eingeweiht

1986

Westerheim wird Luftkurort

2006

Westerheim wird Mitglied im Biosphärengebiet „Schwäbische Alb“

2009

Beitritt zum PLENUM

2011

1150 Jahr-Feier



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