Aussegnungshalle Westerheim - Vorstellung Machbarkeitsstudie

Sitzung des Gemeinderats vom 26.04.2022


Es waren 11 Gremiumsmitglieder anwesend, zudem waren 21 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer zu Gast.

5. Aussegnungshalle Westerheim - Vorstellung Machbarkeitsstudie
 
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte der Vorsitzende die Architekten Thomas und Matthias Ott am Sitzungstisch. Herr Thomas Ott erläuterte die Machbarkeitsstudie, insgesamt wurden 5 varianten entwickelt.

Variante I:
Das Raumprogramm wird in zwei sich gegenüberstehende Baukörper aufgeteilt. Die Aussegnungshalle mit den dazugehörigen Raumbereichen Aufbahrung und Vorbereitung liegt im Süden, das Servicegebäude mit den dienenden Nebenräumen im Norden. Auf diese Weise entsteht ein gerahmter Vorplatz, ein Ort der Begegnung und des Zusammenkommens, an dem sich die verschiedenen Wegeachsen aus den Zugängen zum Friedhof treffen. Glockenturm, Baumgruppen und Urnenwände sind denkbare Elemente um den Platz zu zonieren. Die Andienung der Nebenräume erfolgt über eine separate PKW-Zufahrt im Osten der beiden Gebäude. Der bisherige Hauptzugang zum Friedhof bleibt somit den Fußgängern vorbehalten.

Variante II:
Das Raumprogramm wird ebenfalls in zwei sich gegenüberstehende Baukörper aufgeteilt. Im Gegensatz zu Variante I positioniert sich die Aussegnungshalle mit den dazugehörigen Raumbereichen Aufbahrung und Vorbereitung im Norden. Die Verabschiedung von den Verstorbenen sowie die feierliche Aussegnung finden so abgerückt vom Straßenraum, im geschützten Bereich des Friedhofs statt. Südlich liegt das Servicegebäude mit den dienenden Nebenräumen, welche direkt von der Straße „Lange Gasse“ angedient werden können. Die getrennte Zuwegung zum Friedhof für Fußgänger und den dienenden PKW-Verkehr erfolgt analog zu Variante I.

Variante III:
Am alternativen Standort im Norden der bestehenden Aussegnungshalle sieht Variante III einen Neubau vor, welcher alle Funktionsbereiche unter einem Dach vereint. Dienende Räumlichkeiten liegen so an zentralerer Stelle auf dem Friedhofsgelände und sind gut erreichbar. Zugleich wird der Prozess der Verabschiedung und Aussegnung weg vom Straßenraum, weiter in den geschützten Bereich des Friedhofs gerückt. Südlich entsteht nun ein sehr großzügiger Vorplatz, welcher mit unterschiedlichen freiräumlichen und baulichen Elementen, wie dem Glockenturm und einer Sitzgelegenheit, gestaltet werden kann.

Variante IV:
An Stelle der bestehenden Aussegnungshalle sieht Variante IV ebenso einen kompakten Neubau vor, welcher sich in im Gegensatz zum Bestand in Nord-Süd-Richtung orientiert. Auf diese Weise entsteht westlich und nördlich des neuen Baukörpers jeweils eine Platzsituation, wo Besucher sich begegnen und zusammenkommen. Die getrennte Zuwegung zum Friedhof für Fußgänger und den dienenden PKW-Verkehr erfolgt analog zu Variante I bis III.

Variante V:
Infolge einer genauen Auseinandersetzung mit dem Bestand und seiner inneren Struktur, welche Potential aufweist, schlägt Variante V lediglich einen Teilabbruch vor. Die nach Norden offene, tiefer liegende Aussegnungshalle sowie der angrenzende Flur- und Rampenbereich werden abgerissen. Die bestehende Nebenraumzone bleibt erhalten und wird saniert. Der ergänzende, den Bestand fortführende Neubau soll die Funktionsbereiche Aufbahrung sowie Aussegnung aufnehmen und ihnen einen neuen Rahmen geben. Die freiräumliche Situation mit dem einladenden Vorplatz im Norden bleibt ähnlich wie bisher.

 
Der Gemeinderat nahm die Machbarkeitsstudie zur Kenntnis.
 
[Zur besseren Information der Bürgerschaft sind das Modell und die entsprechenden Pläne im Foyer des Rathauses ausgestellt.]