Hinweis zur Grabgestaltung
Bepflanzung – auf dem Friedhof Westerheim
Bei der Gestaltung – Bepflanzung - einer Grabstätte ist zu beachten, dass die Abgrenzung zum nächsten Grab einzuhalten ist. Ein Doppelgrab/Wahlgrab für Erdbestattung hat eine Breite von ca. 2,10 m und ein Einzelgrab für Erdbestattung hat eine Breite von ca. 1,10 m. Die Breite der jeweiligen Grabstätte beim Doppelgrab/Wahlgrab ist bereits durch „Kerben in den vorhandenen Wegplatten“ gekennzeichnet, sodass es ersichtlich ist, wo die Grabzwischenwege angelegt werden. Wir bitten um Beachtung.
Ihre Gemeindeverwaltung
Rückblick: Feierliche Einweihung der neuen Aussegnungshalle in Westerheim 28. März 2026
Am Samstag, den 28. März 2026, wurde auf dem Friedhof in Westerheim die neue Aussegnungshalle im Rahmen einer würdevollen Feier offiziell eingeweiht. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Kirchen, des Gemeinderats sowie am Bau beteiligte Firmen und Gäste nahmen an diesem besonderen Ereignis teil. Die Veranstaltung wurde durch einen ökumenischen Gottesdienst feierlich umrahmt. Die Segnung der neuen Aussegnungshalle erfolgte durch Pfarrer Karl Enderle von der katholischen Kirchengemeinde sowie durch Peter Gräter als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Donnstetten-Westerheim. In seiner Ansprache stellte Pfarrer Enderle den neuen Raum in einen tiefen geistlichen Zusammenhang. Die Halle sei nicht nur ein funktionaler Bau, sondern ein Ort des Innehaltens, des Abschieds und der Hoffnung. Gerade in Zeiten des Verlusts brauche es Orte, die Menschen nicht nur äußerlich schützen, sondern auch innerlich tragen. Er betonte, dass Tod und Trauer zum Leben gehören, aber nicht das letzte Wort behalten. Vielmehr sei die Aussegnungshalle ein Ort, an dem Schmerz und Hoffnung nebeneinanderstehen dürften. Sie gebe Raum für Stille, für Gebet und für das gemeinsame Erinnern. Besonders hob er hervor, dass jeder Abschied auch die Erinnerung an das Leben eines Menschen bewahre und damit eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schaffe. Die Halle solle Menschen helfen, diesen Übergang bewusst zu gestalten und nicht allein zu bleiben. Auch Peter Gräter unterstrich in seinem Beitrag die ökumenische Verbundenheit und die Bedeutung des Ortes als gemeinsamer Raum für alle Glaubensrichtungen. Gemeinsam wurde die Halle im Anschluss gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Auch Bürgermeister Hartmut Walz betonte in seiner Rede die besondere Bedeutung dieses Tages für die Gemeinde. Die neue Aussegnungshalle sei ein lang gehegter Wunsch gewesen, der nun Wirklichkeit geworden sei. Sie schaffe einen würdigen Rahmen für Abschied, Erinnerung und Gemeinschaft. Zugleich würdigte er die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und allen Projektbeteiligten und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Seine Worte wurden von den Anwesenden mit großem Applaus aufgenommen. Er dankte dem hohen persönlichen ehrenamtlichen Einsatz der ehemaligen Mitglieder des Aussegnungshallenbeirates und dem aktuellen Beirat, Herrn Richard Tritschler, Herrn Simon Baumeister, Herrn Jan Honold und Gerhard Rehm. Ein besonderer Moment der Feier war die musikalische Umrahmung durch die Band „Charly Feelgood“, die mit einfühlsamen Liedbeiträgen einen festlichen und zugleich emotionalen Akzent setzte. Die neue Aussegnungshalle stellt einen wichtigen Ort für die Gemeinde dar – einen Ort des Abschieds, der Erinnerung und des Trostes. Sie bietet den Hinterbliebenen künftig einen geschützten und würdevollen Rahmen, um in schweren Stunden Abschied nehmen zu können. Architekt Stefan Beuter erläuterte, dass während der rund einjährigen Bauzeit ein bewusst schlicht und zeitgemäß gestaltetes Gebäude entstanden sei, das sich sensibel in die Umgebung einfügt. Erste Überlegungen zur Zukunft der bisherigen Friedhofshalle reichen bis ins Jahr 2021 zurück. Nach einer Machbarkeitsstudie und intensiven Beratungen konnte im Jahr 2024 mit dem Bau begonnen werden. Trotz der Herausforderungen während der Bauzeit wurde das Projekt erfolgreich umgesetzt. Herr Architekt Beuter führte aus, dass ein Gebäude wie die Aussegnungshalle kein Ort für den Alltag ist, sondern ein Ort für besondere, oft auch schwere Momente. Genau deshalb war es wichtig, eine ruhige und würdige Atmosphäre zu schaffen – einen Raum, in dem man innehalten kann und Abschied nehmen darf. Von Anfang an sei die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Westerheim von Offenheit und Vertrauen geprägt gewesen. Er dankte dabei Herrn Bürgermeister Walz und ganz besonders Herrn Daniel Mayer als Bauherrenvertreter und federführender Projektleiter hoch zuverlässig, kompetent und immer ansprechbar. Einen weiteren Dank sprach er Herrn Richard Tritschler, dem Sprecher des Beirats, für den offenen Austausch und die begleitende Unterstützung aus. In der Gestaltung der Aussegnungshalle wurde bewusst auf eine klare und zurückhaltende Architektur gesetzt. Das Gebäude soll Ruhe ausstrahlen und sich nicht in den Vordergrund drängen. Materialien, Licht und Raum wirken hier bewusst zusammen und prägen die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Außerdem war es wichtig, dass sich die neue Aussegnungshalle gut in ihre Umgebung einfügt. Sie versteht sich als Teil des Friedhofs und der Gemeinde Westerheim – zurückhaltend und offen für alle Menschen, ganz gleich aus welchem persönlichen oder religiösen Hintergrund sie kommen. „Mit der heutigen Einweihung -so der Architekt -wird aus diesem Gebäude nun ein Ort mit Bedeutung." Unser Wunsch für die Zukunft ist, dass diese Aussegnungshalle den Bürgerinnen und Bürgern von Westerheim über viele Jahre hinweg ein verlässlicher und würdiger Ort sein wird. Ein Ort, der Halt gibt, der Ruhe schenkt und der in schweren Momenten ein Stück Geborgenheit vermittelt. Wenn dieses Gebäude genau das leisten kann, dann hat es seinen Zweck erfüllt. Mit Gesamtkosten von rund 1,55 Millionen Euro blieb der Bau im vorgesehenen Rahmen. Eine Förderung aus dem Ausgleichsstock in Höhe von 400.000 Euro unterstützte die Gemeinde zusätzlich. Auch nachhaltige Aspekte wurden berücksichtigt, unter anderem durch eine Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung. Rund 200 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Einweihungsfeier teil, und am darauffolgenden Sonntag nutzten rund 250 Interessierte aus Westerheim und den umliegenden Gemeinden beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Ein Grußwort sprach Gemeinderat Gerhard Rehm, der sich für einen Glockenturm bei der neuen Aussegnungshalle starkgemacht hat. Dieser war ursprünglich weder in der Planung noch in den Gesamtkosten vorgesehen. Deshalb sind für dieses Projekt Spenden notwendig. Das Fundament sei gelegt, Stahlbau und Stahlträger in Arbeit und die Glocke beim Glockenbauer, da der Klöppel noch richtig anzubringen sei. Mit 8.700 Euro Spendengeld seien zwei Drittel der Kosten gedeckt und eine Zuwendung von 1.000 Euro seitens des Lions Clubs Blaubeuren-Laichingen sei zugesagt. Ein besonderer Moment war die Würdigung des restaurierten Lindenholz-Kreuzes durch Bernhard Schweizer. Das rund vier Meter hohe Kunstwerk des Westerheimer Künstlers Karl Knupfer hing seit 1971 in der alten Friedhofshalle und war über die Jahre stark gealtert. Es wurde von Hans Büdinger aus Westerheim in rund 50 Arbeitsstunden ehrenamtlich restauriert und erstrahlt nun wieder in neuem Glanz. Das Kreuz ist ein vielschichtiges Kunstwerk, das sich mit Leben, Sterben und christlicher Hoffnung auseinandersetzt und verschiedene Darstellungen des Todes in seinen unterschiedlichen Formen zeigt – vom natürlichen Tod über Krankheit, Unfall, Gewalt bis hin zu Krieg und unbekannten Ursachen – und zugleich auf die christliche Hoffnung auf Auferstehung verweist. Bernhard Schweizer würdigte dieses Werk als bedeutendes Zeichen des Glaubens und der Erinnerung, das nun in der neuen Halle einen würdevollen Platz gefunden hat. Mit der Integration des Kreuzes in die neue Halle wird nicht nur ein bedeutendes Kunstwerk bewahrt, sondern auch ein Stück Westerheimer Geschichte lebendig gehalten. Es verbindet Vergangenheit und Gegenwart und verleiht dem Raum eine besondere spirituelle Tiefe. Das Vermächtnis des Künstlers Karl Knupfer wurde soweit erfüllt und die Beschreibung offiziell an die Gemeinde übergeben. Ein solches Projekt konnte nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter verwirklicht werden. Ein besonderer Dank gilt daher allen am Bau beteiligten Firmen, Planern und Handwerksbetrieben, die mit großem Engagement, Fachwissen und Sorgfalt zur Realisierung beigetragen haben: • Architekturbüro Beuter • Ingenieurbüro Wassermüller • Vermessungsbüro Florian Priel • Kneer GmbH Fenster und Türen • Bleher-Projekte GmbH • Albabdichtung • A. Münch Erd- und Tiefbau • Flaschnerei Rembold GmbH • Ingenieurbüro für Baustatik und Tragwerkplanung • Rehm Elektro GmbH & Co. KG • Schmid Bau GmbH • Angele Toranlagen • BB Fassaden GmbH • Bausch Fliesen & Naturstein GmbH • Dietrich GmbH • Henne GmbH Kälte- und Klimaanlagenbau • Hable Garten-, Landschafts- und Pflasterbau • Malerfachbetrieb Baur GmbH • Schreinerei Anhorn GmbH & Co. KG • Özbek Malerbetrieb • Reif GmbH • Salscheider Gebäudedienste GmbH • Werbestudio Streckfuß • Kaiser-Sitzmöbel GmbH & Co. KG • PERROT GmbH & Co. KG • Martin König Königshocker • Rainer Kneer Urnentisch • Hans Büdinger Restaurierung Kreuz • Charly Feelgod Musik + Piano
Der aktuelle Spenderstand zum 24.03.2026 lag bei: Stühle: 11.050,00€ Ambo und Ausstattung: 2.605,00€ Glockenturm: 8.699,37€ Gesamt: 22.554,37€ Ebenso gilt ein herzlicher Dank allen Spenderinnen und Spendern sowie Unterstützerinnen und Unterstützern, die durch ihr Engagement zur Ausstattung und Gestaltung der Aussegnungshalle beigetragen haben. Ihr Beitrag unterstreicht den starken Gemeinschaftssinn der Gemeinde Westerheim. Mit dem Spendenaufkommen konnte die gesamte Bestuhlung erworben werden. Beachtlich ist, dass am sehr gut besuchten Tag der offenen Tür zahlreiche Bürger ihre Spendenbereitschaft für die zwei noch zu ergänzenden Kunstwerke und den Glockenturm signalisiert haben. Nun wünschen wir allen Angehörigen und Trauernden, dass das neue Gebäude in schweren Momenten ein Stück Geborgenheit gibt.


